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870.000 Kleinunternehmer schmeißen hin wegen Corona


Rund 870.000 Kleinunternehmer haben in Südkorea aufgrund der strengen Pandemiemaßnahmen der Regierung aufgehört, während sich die Betriebsgewinne ihrer Unternehmen im gleichen Zeitraum fast halbiert haben, zeigten Regierungsdaten vom 28. Dezember.


Nach Angaben der koreanischen Statistikbehörde und des Ministeriums für kleine und mittlere Unternehmen und Startups sank die Zahl der Personen, die als Kleinunternehmer tätig waren, bis Ende 2020 um 13,5 Prozent oder 871.000 auf 5,5 Millionen.


Die Regierung hat im letzten Jahr seit dem Ausbruch des COVID-19 Mitte Januar strenge Quarantäne- und soziale Distanzierungsregeln erlassen. Die Regeln, die kleine Unternehmen dazu zwangen, ihre Betriebszeiten zu reduzieren und ihren Kundenkreis zu begrenzen, haben dem Wirtschaftsbereich einen schweren Schlag versetzt.


Von den Sektoren verließen der Groß- und Einzelhandel 313.000 Menschen, was einem Rückgang von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr bis Ende Dezember 2020 entspricht. Etwa 252.000 Geschäftsinhaber im Beherbergungs- und Gastronomiebereich verließen im gleichen Zeitraum ihre Unternehmen, was in den genannten Fällen 16,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.


Die Gesamtverschuldung der Kleinunternehmer des Landes stieg Ende 2020 gegenüber dem Vorjahr um 19,3 Prozent auf 294,4 Billionen Won.


Der durchschnittliche Betriebsgewinn pro Geschäft ging bis Ende 2020 um 43,1 Prozent auf 19 Millionen Won zurück und hat sich gegenüber dem Vorjahr fast halbiert. Der durchschnittliche Umsatz pro Geschäft ging im gleichen Zeitraum um 4,5 Prozent auf 224 Millionen Won zurück.


Als Hauptgrund für die schwachen Gewinne nannte das Ministerium für Mittelstand und Startups die mangelnde Anpassung der kleinen Unternehmen an die Digitalisierung der Industrien.


In einer Umfrage, die an die Daten von 40.000 kleinen Unternehmen aus 11 Branchen gebunden war, hatten nur 8,9 Prozent der kleinen Unternehmen Erfahrung mit der Erzielung von Gewinnen aus dem E-Commerce. Die Umfrage wurde dieses Jahr von Juni bis Juli durchgeführt.


Gleichzeitig ist hier aber die Zahl der kleinen Unternehmen im gleichen Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um knapp 5 Prozent gestiegen. Einzel- und Großhändler verzeichneten mit 915 die größten Zuwächse, Hotels und Restaurants folgten mit 710. Die Hersteller fügten 369 weitere Unternehmen hinzu.


Die Zahl der Hotels und Restaurants legte im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent zu, die Zahl der Hersteller stieg im gleichen Zeitraum um mehr als 3 Prozent.


In der Regierungsumfrage nannten 38,3 Prozent der Kleinunternehmer den verschärften Wettbewerb als eine der größten Hürden bei der Führung ihrer Geschäfte. 37,6 Prozent wählten sich verschlechternde Gewerbegebiete, in denen sich ihre Geschäfte befinden, und 28,7 Prozent entschieden sich für steigende Rohstoffgebühren. 21 Prozent machten die strengen Quarantänemaßnahmen der Regierung dafür verantwortlich.


Nach Alter machten die über 50-Jährigen die größten und 32,2 Prozent der gesamten Kleinunternehmer aus. Die 40-Jährigen machten 25,5 Prozent aus, während die 60- und 30-Jährigen 22,6 Prozent bzw. 13,5 Prozent betrugen. Unternehmer im Alter von 20 Jahren oder jünger machten 6,3 Prozent des Pools aus.


„Durch die neuesten Untersuchungen konnten wir die Kämpfe kleiner Unternehmen inmitten der Pandemie bestätigen“, sagte das Ministerium für KMU und Startups.


"Wir planen, aktive Maßnahmen zur Unterstützung solcher Kleinunternehmen zu zeichnen und durchzuführen."